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Der Steinbruch an der Naumburg Im Hainwald zwischen Erbstadt und der Naumburg gab es verschiedene Steinbrüche, von denen vielleicht schon der eine oder andere von den Römern genutzt wurde. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde – so weit bekannt – insbesondere Diabas, aber auch Schiefer abgebaut, der als Schotter für den Straßenbau verwendet wurde. Wann der große Sandsteinbruch unterhalb der Naumburg aufgefahren wurde, ist nicht bekannt. Große Mengen des relativ hochwertigen Steins wurden dort in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts für den Bau der Eisenbahnbrücken, der Bahnhöfe usw. gebrochen. Die wesentlichen geologischen Aufnahmen in diesem Steinbruch hat von Reinach 1897/98 aufgenommen. Der Windecker Geologe Dr. Friedrich Häuser schreibt hierzu in seinem Buch „Die Hanau-Seligenstädter Senke und ihre Randgebiete“, das als Beiheft zum Heimatbuch „Hanau Stadt und Land 1954 erschienen ist: „So fand man den Kopf eines kleinen, Salamander ähnlichen Tieres mit kurzem Schwanz, breiten aber flachem Schädel und vierfingrigen und fünfzehigen Gliedmaßen, dessen Larven durch Kiemen, es selbst jedoch durch Lungen atmete (Branchiosaurus amblystomus), mehrere Fischreste von Xenacanthus Decheni und Acanthodes graciles; auch Krebse fand man in vielen Arten: Leerditia, Cythere, Bairdia, Muscheln: Anthracosia stegocephalem. An Pflanzen begegnen uns Nadelhölzer und eine Reihe von blütenlosen oder Sporenpflanzen, wie Schachtelhalmen, Farnen und Bärlappgewächsen, Walchia piniformis,…“. Heute steht der Steinbruch unter Schutz, so dass keine weiteren Aufschlüsse mehr gemacht werden können. Gelegentlich findet man dort aber noch verkieseltes Holz.