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Hofhaus in Ostheim Über dem Eingang in den Keller des Hofhauses findet man die Jahreszahl 1596: (Fink S.11) Das Haus war gräflicher Besitz und diente als Ruhesitz verdienter Hofbeamter. 1694 wurde Johann Daniel Herpfer für seine treuen Dienste mit dem Hofgut beliehen. Die Familie erhielt 1699 als Beitrieb 60 Schafe in Windecken und 75 Schafe in Ostheim. Aus dieser Zeit stammt das Hoftor mit dem Allianzwappen der Eheleute Herpfer. Der Schild des Mannes ist ein Namenwappen, denn die Harfe deutet auf den Namen Herpfer. Diese Harfe wird auch zwischen zwei Hörnern in der Helmzier gezeigt. Das zweite Wappen ist das Kopp'sche Familienwappen, es zeigt einen siebenstrahligen Stern, eine Wolfsangel und eine Bracke sowie einen wachsenden Vogel als Helmzier. Besondere Aufmerksamkeit verdient der furchterregende Neidkopf im Schlussstein des Torbogens, der Unheil abwehren soll. Am 6. Juni 1720 kaufte der Geheime Rat Samuel Lucius aus Frankfurt das Anwesen. Über die Eheleute Herpfer ist bekannt: Johann Daniel Herpfer, geb. 11.02.1644, begr. 08.09.1715 verh. 03.02.1670 Philippine Margarethe Kopp begr. 26.05.1720 Biographie:  J. Daniel Herpfer, Dr. jur. utr. hochgräflich Hanauischer Regierungs-, Kanzlei- und Konsistorialrat, Stadt-Syndicus von Neuhanau Angaben aus: Friedrich Fink, Alt-Ostheim, 1925 Wilhelm Figge, Wilhelm Pieh, Chronik Ostheim, 1974